Argentinien – Cooperadora Charles Foucault
In dem Armenviertel Barrio Guadaloupe am Rande der Stadt Reconquista in der Provinz Santa Fé leben etwa 3000 Menschen in Lehm- und Ziegelhütten, meist ohne feste Arbeit, Bildungschancen und Gesundheitsversorgung.
Seit über 20 Jahren unterstützt Action Five die Aktivitäten einer Gruppe des Mittelstandes Reconquistas, die versucht, gemeinsam mit den Bewohnern des Barrio Gaudaloupe, deren Lebensumstände zu verbessern.
U. a. wurden von den Einwohnern eine kleine Schule, eine Ambulanz und ein Wasserturm selbst errichtet, Frauen und Mädchen lernen in Nähkursen, für sich selbst und zum Verkauf Kleidung auszubessern und herzustellen. In einer Nähwerkstatt verdienen Frauen ihren Lebensunterhalt durch Herstellung und Verkauf von Arbeitskleidung. In Eigenarbeit der Einwohner werden kleine Steinhäuser für Familien gebaut. Diese Projekte werden von Sozialarbeiterinnen betreut.
Überblick
- In dem Armenviertel Barrio Guadaloupe am Rande der Stadt Reconquista in der Provinz Santa Fé leben etwa 3000 Menschen
- Seit über 20 Jahren unterstützt Action Five die Aktivitäten einer Gruppe des Mittelstandes Reconquistas, die versucht, gemeinsam mit den Bewohnern des Barrio Gaudaloupe, deren Lebensumstände zu verbessern
- Was bisher erreicht wurde: u.a. wurden von den Einwohnern eine kleine Schule, eine Ambulanz und ein Wasserturm selbst errichtet, Frauen und Mädchen lernen in Nähkursen, für sich selbst und zum Verkauf Kleidung auszubessern und herzustellen. In einer Nähwerkstatt verdienen Frauen ihren Lebensunterhalt durch Herstellung und Verkauf von Arbeitskleidung. In Eigenarbeit der Einwohner werden kleine Steinhäuser für Familien gebaut. Es finden regelmäßig in einer Mal- und Bastelwerkstatt Kinderkurse statt (manitos creativos) und ein Wohnheim für Studentinnen und Studenten wurde errichtet
- seit ein paar Jahren wird das Projekt von Action5 hauptsächlich über zweckgebundene Spenden unterstützt. Durch den persönlichen Kontakt der ehemaligen Action5 Aktiven Anke Voswinkel ist dies möglich. Diese Projekte werden von Sozialarbeiterinnen betreut
- Ansprechpartnerin bei Action 5: Sarah-Lu Oberschelp (sarahlunica(at)gmail.com)
Projektbeschreibung:
Entstehungsgeschichte:
- 1969 haben sich 20 Leute (Cooperadora) zusammengefunden, völlig ehrenamtlich
- Mitbegründung durch einen Pater
- Gruppe orientiert sich an Lehre des französischen Missionars Charles de Foucauld, der ein vorbildliches christliches Leben der Predigt vorzog ( sein Leitsatz war, dass man nur wirklich helfen und verstehen kann, wenn man die Umstände kennt und selbst unter den „Ärmsten der Armen“ lebt)
- Engagement (ehrenamtlich) in Barrio Virgen de Guadalupe mit dem Ziel: Stadtteil insgesamt infrastrukturell, kulturell usw. aufbauen und eine Weiterentwicklung unterstützen
1. Die Lage vor Ort: Was sind die Probleme?
- Menschen leben in Lehm- und Ziegelhütten, meist ohne feste Arbeit, Bildungschancen und Gesundheitsversorgung (ökonomische Armut)
2. Projektkomponenten:
- Schülerbeihilfen (Stipendien) & Renovierungen des Mädchenwohnheimes für Studentinnen (geerbtes Haus wurde zur Verfügung gestellt)
- Jugendkurse „manos crativos“ (Malen, Kunsthandwerk, Nähen) Teilnehmer ca. 100 Kinder und Jugendliche im Alter von 8- 21 Jahre, 4 Stunden pro Woche, Lehrerinnen ehrenamtlich (früher teilweise selbst Kursteilnehmer also aus Barrio)
- Nähwerkstatt für junge Frauen: Qualifizierung für Anstellung in nahe gelegener Textilfabrik, Verarbeitung von Stoffen, Nähen von Schuluniformen
- Sozialarbeit: Unterstützung, bei Amtsgängen, Anträgen usw., Beratung
- Jugendgruppen: arbeiten in ihrer Freizeit ehrenamtlich
→ jeweils Bereitstellung von Materialien (Papier, Nähmaschinen, Stoffen usw.)
- sonstige Projekte der Cooperadora: Alphabetisierungskurse, Verbesserung der Infrastruktur Wasserkommission, Hausbaukommission, Überschwemmungs-Akuthilfe z.B Hochwasser 2007
- Action5 fördert vor allem akute Hilfen, die zweckgebundenen Spenden, werden dort eingesetzt, wo sie im Gesamtprojekt benötigt werden
3. Die Projektziele: Was soll zur Lösung der Probleme unternommen werden?
1. schulische und berufliche Ausbildung von Jugendlichen und Erwachsenen aus dem Armenviertel mit dem langfristigen Ziel des Empowerments der Menschen vor Ort
2. langfristiges Ziel: Selbstorganisation des Armenviertels, also „Hilfe zur Selbsthilfe“ z.B. Aufklärungsarbeit, Unterstützung, bei Amtsgängen, Anträgen usw.


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