Ghana – Nasila

Kurzbeschreibung: Projekt zum Bau von Klassenzimmern

Ansprechpartner von Action5: Viola Hessemer viola.f.h(at)gmail.com und Bernadette Wolf bernadette_wolf(at)gmx.de

Ansprechpartner vor Ort: Samuel Nabila Idabeni sidabeni(at)gmail.com

Lage vor Ort:

Während Samuels Nationaldienst in dem kleinen Dorf Nasia im Norden Ghanas hatte er einen großen Mangel an Bildungsmöglichkeiten für die Kinder und eine hohe Analphabeten-Rate festgestellt und zusammen mit seiner Frau jene Schule gegründet. Im Dorf gibt es zwar bereits eine Schule, aber diese schafft es nicht, eine gute Bildung zu vermitteln. In Samuels Augen ist das teils auf fehlende Beaufsichtigung der Schulen durch die Regierung und teils auf mangelnde Motivation der Lehrkräfte zurückzuführen. Schon nach kurzer Zeit sendeten viele Eltern ihre Kinder auf Samuels Schule. Gleichzeitig gab es viele Waisen und Halbwaisen, so dass er zusätzlich zur Schule ein Waisenhaus gründete. Die ersten Jahre finanzierte Samuel das Waisenhaus, in dem zur Zeit 18 Kinder leben, allein mit seinen ziemlich bescheidenen Mitteln. Inzwischen bekommt er Hilfe durch persönliche Spenden.

Problemlage:

Das Haus, in dem der Unterricht bis zuletzt stattgefunden hat und in dem die Waisenkinder lebten, gehört dem Chief des Dorfes. Dieser wollte das Gebäude seit Anfang dieses Jahres wieder selber nutzen und hat daher Samuel und die Kinder aus den Räumen getrieben. Schlafräume für die Waisenkinder konnten bereits durch Spenden gebaut werden und auch ein Büro steht. Der Unterricht allerdings muss draußen stattfinden. Das ist in der Trockenzeit ein kleineres Problem, aber in der Regenzeit kann so kein Unterricht stattfinden. Daher möchten Samuel und die Eltern neue Schulgebäude für die Kinder bauen. Der Bau des Raumes wird in Teilen durch ehrenamtliches Engagement von Samuel und von Dorfbewohnern begleitet, sofern es vom Aufwand und von den Anforderungen vertretbar erscheint.

Aktuelle Lage:

Derzeit wird der Bau des ersten Klassenzimmers von Action5 unterstützt. Die Lehrer der Schule werden durch eine geringe Schulgebühr bezahlt, die jedes Kind aus dem Dorf monatlich bezahlen muss. Eltern, die sich dies nicht leisten können, dürfen ihre Kinder auch ohne Zahlung der Schulgebühren auf Samuels Schule schicken. So sind es im Moment 40 Dorfkinder, die die Schule besuchen. Insgesamt soll sich die Schule durch Schulgebühren dadurch zu einem großen Teil selbst tragen.

Langfristige Projektziele:

Durch den Bau eines Schulhauses wird sich aufgrund der hohen Nachfrage die Zahl der Schüler aber noch erhöhen. Geplant sind daher fünf weitere Klassenräume (in Ghana hat die Grundschule sechs Stufen). Nach dem Bau des ersten Klassenzimmers ergibt sich daher die langfristige Perspektive, in Kooperation mit Action5 und größeren Geldgebern die anderen Klassenzimmer zu finanzieren.