Tansania – Kagondo Youthgroups

• Kurzbeschreibung: In der Region Kagondo im Nordwesten Tansanias fördert Action Five Freiburg durch vielfältige Ansätze lokale Initiativen zur Verbesserung der Bildungssituation vor Ort.

• Stichworte: Schulbildung, Mikrokredite, Einkommensförderung

• Beginn der Kooperation: Februar 2007

• Bisheriges Budget: ca. 33.500 € (etwa 7000 € jährlich), ein neuer Antrag über 8.500 € liegt vor

• Ansprechpartner bei Action Five Freiburg: Michael Simon, Johannes Falck

• Ansprechpartner Kagondo, Tansania: Justus Magongo

https://www.betterplace.org/p43451

 

Beschreibung des Projekts

Der Kontakt zwischen Action Five und unserem Projekt in Tansania besteht bereits seit 2005. Der Vorsitzende der örtlichen Jugendgruppen, Justus Magongo, hatte sich an seinen deutschen Freund Mattis Hahn gewandt und ihn gebeten, sich nach einem Verein umzuschauen, der ein von den Jugendlichen geplantes Projekt finanziell unterstützen könne. Im Rahmen dieser Suche stieß Mattis, der Justus und das Projektgebiet durch ein Praktikum in der tansanischen NGO Kadetfu sehr gut kannte, auf Action Five.

In der Region Kagondo herrschen allgemeine Armut und eine schlechte Bildungssituation. Die geringen beruflichen Perspektiven schließen den Kreis von Armut und Bildungsmangel, so dass die ökonomischen Aktivitäten sich fast ausschließlich auf die Subsistenzwirtschaft begrenzen. Die gesundheitliche Situation ist durch die HIV-Rate von 6 % ebenfalls problematisch und hat weitreichende Folgen u.a. auf das soziale Miteinander, HIV-Infizierte werden oft benachteiligt und haben dadurch schwierigere Bedingungen.

Die Projektziele

Die Kagondo Youth Group (KYG) kümmert sich um besonders bedürftige Kinder und Jugendliche durch die Verbesserung der Bildungssituation mit dem Zugang zur Schule. Desweiteren werden Geschäftsideen verschiedener Jugendgruppen finanziell unterstützt, welche auf Dauer ein eigenes Einkommen generieren sollen. Insbesondere sind Jugendliche ohne fertigen Schulabschluss davon betroffen. Unterstützend werden Seminare angeboten, die Jugendliche in wichtigen Grundkompetenzen ausbilden.

Was wurde seit Beginn der Kooperation schon erreicht?

Bisher konnten für 792 bedürftige Schüler verschiedener Grundschulen in der Region Kagondo Schuluniformen finanziert und damit der Zugang zur Schule gewährleistet werden. Für etwa 50 Schüler der Sekundarschulen konnten Schulgebühren übernommen werden, so dass jenen bis zu ihrem Schulabschluss keine finanzielle Hürde im Weg steht. Für Jugendliche konnten bisher zahlreiche Fortbildungsseminare über Themen wie organische Landwirtschaft, Betriebswirtschaft und HIV/AIDS-Prävention organisiert werden. Davon konnten bisher 118 Jugendliche profitieren. Die Jugendlichen, welche in Jugendgruppen organisiert sind, konnten ihr erlerntes Wissen zugleich im Rahmen eigener Geschäftsideen anwenden. Die Realisierung ihrer Geschäftsideen wurde mit einer Anschubfinanzierung gefördert und sollte sich durch das eigene Einkommen auf Dauer selbst tragen. Durch finanzielle Mittel der deutschen Botschaft in Tansania konnten Wassertanks für mehrere öffentliche Schulen installiert und damit eine konstante Wasserversorgung bereitgestellt werden, das den Schulbetrieb für alle erheblich verbessert. Zur besseren Kontrolle und Abwicklung vor Ort wird seit Projektbeginn ein ehemaliger Lehrer als Monitoring-Person beschäftigt. Eine letzte Komponente ist die Familienunterstützung, durch die akut bedürftige Familien eine kleine finanzielle Unterstützung bekommen.

Zukünftige Projektschritte

Im Antrag für den Zeitraum 2011-2012 werden Schuluniformen und -materialien für 150 bedürftige Schüler finanziert, Schulgebühren werden für 20 Schüler bezahlt. Es wird eine Sensibilisierung der Schüler zur Bedeutung guter schulischer Leistungen stattfinden, um deren Leistungsmotivation zu steigern. Es wird wie bisher für 20 weitere Jugendliche ein Training über organische Landwirtschaft, Betriebswirtschaft und HIV/AIDS-Prävention geben. Einer Jugendgruppe wird die Ausstattung für eine Schreinerei finanziert. Das Youths Business Centre der KYG erhält aufgrund der prekären Situation eine sanitäre Einrichtung. Neben der Monitoring-Stelle wird durch das Familienunterstützungsprogramm alleinerziehenden Müttern geholfen werden.

Bei Interesse an den Details unseres Engagements empfehlen wir einen Blick in die bisherigen Evaluationsberichte:

Evaluation 2009

Evaluation 2008