Tansania – Kagondo Youthgroups

• Kurzbeschreibung: In der Region Kagondo im Nordwesten Tansanias fördert Action Five Freiburg durch vielfältige Ansätze lokale Initiativen zur Verbesserung der Bildungssituation vor Ort.

• Stichworte: Schulbildung, Mikrokredite, Einkommensförderung

• Beginn der Kooperation: Februar 2007

• Ansprechpartner bei Action Five Freiburg: Felix, Valentin, Elisa

• Ansprechpartner Kagondo, Tansania: Justus Magongo

https://www.betterplace.org/p43451

 

Beschreibung des Projekts

Der Kontakt zwischen Action Five und unserem Projekt in Tansania besteht bereits seit 2005. Der Vorsitzende der örtlichen Jugendgruppen, Justus Magongo, hatte sich an seinen deutschen Freund Mattis Hahn gewandt und ihn gebeten, sich nach einem Verein umzuschauen, der ein von den Jugendlichen geplantes Projekt finanziell unterstützen könne. Im Rahmen dieser Suche stieß Mattis, der Justus und das Projektgebiet durch ein Praktikum in der tansanischen NGO Kadetfu sehr gut kannte, auf Action Five.

In der Region Kagondo herrschen allgemeine Armut und eine schlechte Bildungssituation. Die geringen beruflichen Perspektiven schließen den Kreis von Armut und Bildungsmangel, so dass die ökonomischen Aktivitäten sich fast ausschließlich auf die Subsistenzwirtschaft begrenzen. Die gesundheitliche Situation ist durch die HIV-Rate von 6 % ebenfalls problematisch und hat weitreichende Folgen u.a. auf das soziale Miteinander, HIV-Infizierte werden oft benachteiligt und haben dadurch schwierigere Bedingungen.

Aktuelles
Auszug aus dem Projektbericht von Felix und Elisa aus dem Jahresbericht 2017-1

Unser Tansania-Projekt in Zusammenarbeit mit Justus Magongo und den Kagondo Youth Groups findet auch dieses Jahr
einen Platz in unserem Jahresbrief und erfreut sich somit einer bemerkenswerten Kontinuität. Das verantwortliche Team
ist 2016 zwar geschrumpft, doch letztlich brachte dieser Umstand die tolle Nachricht, dass Elisa, statt in Freiburg mitzuhelfen, unseren Partnern in Tansania im Februar 2017 einen Besuch abstatten wird. Sicherlich wird dies dem Projekt neuen Schwung geben und unsere Zusammenarbeit stärken. Geprägt wurde das Jahr von dem verheerenden Erdbeben am 10. September bei Bukoba an der Westseite des Viktoriasees: Mehrere Leben forderte das Unglück, die Infrastruktur brach zum Teil zusammen, Unmengen von Häusern wurden beschädigt oder sogar komplett zerstört. Das warf bei uns im Arbeitskreis die Frage auf, ob wir nicht eine Art Notfallversorgung für Akuthilfe in unserem Repertoire etablieren könnten. Das Unglück in Tansania traf auch uns unvorbereitet. Für 2017 hoffen wir aber auf Besserung, indem wir uns das Thema mit seinen (v.a. rechtlichen) Hürden vornehmen. Die Lage der Dorfgemeinschaft hat sich mittlerweile zum Glück ein wenig entspannt, das Ausmaß der Langzeitfolgen ist noch ungewiss.

Wie in den letzten Jahren bestand unsere Hilfe in Tansania auch diesmal schwerpunktmäßig in der Förderung bzw. Zugangs-Ermöglichung von Bildung: Knapp 200 Waisen und wirtschaftlich schwach gestellte Kinder wurden mit den nötigen
Schuluniformen und -materialien für die primary school ausgestattet. Zudem konnten mit unseren Mitteln 20 Schülern
die Schulgebühren der secondary school bezahlt werden. Auch für 2017 ist diese Förderung vorgesehen, dank eines Kurswechsels in der tansanischen Bildungspolitik allerdings in leicht abgeändertem Umfang. So werden seit neuestem nämlich Schulgebühren vom Staat übernommen, sodass es lediglich an Schuluniformen und -materialien mangelt. Eine Idee für 2017/18 ist, nun stattdessen potentielle Studenten durch Bezahlung der Studiengebühren zu unterstützen.
Das in den letzten Jahren angegangene Pilotprojekt der Ecosan-Toilette hat nun finalen Charakter angenommen. Mit der diesjährigen Überweisung konnte das erste Exemplar fertiggestellt werden. Laut Justus Magongo ist der Bau ein Erfolg, die Düngung konnte aufgenommen und die Hygieneverhältnisse verbessert werden. Allerdings werden weitere aussagekräftige Ergebnisse erst über einen längeren Zeitraum der Evaluation gemacht werden können – Berichte folgen.
Für das neue Jahr schlägt unser Projektpartner vor Ort neben der weiteren Bildungsförderung vor, ein Zeichen gegen die Stigmatisierung von Mädchen im Zusammenhang mit ihrer Menstruation zu setzen. Dies soll in Form eines Aufklärungsunterrichts realisiert werden, um der gesellschaftlichen Tabuisierung des Themas entgegen zu wirken. Im Rahmen dieses Projekts sollen die Mädchen und jungen Frauen auch zum Thema Geschlechtskrankheiten aufgeklärt und für Schwangerschaftszeichen sensibilisiert werden.